Equal ~ Crows EP [Review]
Vocals20%
Instrumental30%
Production55%
Artwork / Verpackung65%
Pro
  • Dezentes , klares Artwork
  • ordentliche Produktion
Kontra
  • falscher QR-Code auf Downloadkarte
  • zu eintönig
  • einseitige Vocals
43%Gesamtwertung
Leserwertung: (4 Votes)
20%
Artist: Equal (2008)
EP: Crows (2013)
Medium: CD / Download
Stil: Metal
Label: Timezone
Spieldauer: 22:27min
Erschienen: 26. April 2013
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In Form einer EP erreichte mich kürzlich die Scheibe “Crows” von Equal aus Solingen.
Im Jahr 2008 gegründet, hatten die Jungs einen doch recht langen Weg bis zur erste EP hinter sich.
Über das deutsche Independent Label “Timezone” veröffentlichten sie ihre Debütplatte am 26.April, die mit 6 Songs und mit über 20min Spielzeit nicht nur lokal sondern auch über diverse Internetplattformen verfügbar ist. Wir haben das ganze mal genauer unter die Lupe genommen :

Das Paket aus dem Briefkasten auf unseren Tisch
Bein öffnen des Päckchens fallen uns erstmal Visitenkarten und ein Button der Band entgegen. Was uns sofort auffällt ist der große QR-Code auf den Karten der uns zu einem Free Download führen soll. Klingt nach einer verdammt coolen Idee und ist es eigentlich auch sofern der Link funktionieren würde. Der QR-Code führt uns allerdings auf eine nicht vorhandene Seite der Bandhomepage (http://www.equal-band.de/musik/). Nach kurzem recherchieren der Sitemap über den PC fanden wir dann den eigentlich korrekten Link : “http://www.equal-band.de/deutsch/musik/” . auf dem man den Track “i need you to kill me” sowie eine live aufnahme downloaden kann. Gute Idee , aber durch den fehlerhaften Link leider völlig nutzlos !
Die “Crows” EP kommt in einer eingeschweißten Plastikhülle auf der ein relativ schlichtes Coverdesign mit einem Raben zu sehen ist. Auf der Rückseite findet sich nochmal das Logo , die Tracks sowie Einzelbilder der Bandmitglieder wieder . Die CD ist ebenfalls mit dem Artwork bedruckt. Im großen und ganzen also nichts total auffallendes aber für eine Erst-EP soweit ausreichend.

Ab in den Player
Zugegeben als ich das Logo der Band gesehen habe , hatte ich kurz Angst das mich hier finsterer Black- oder Deathmetal erwartet. Logos die ich nicht auf Anhieb lesen kann machen mir immer etwas Angst, da ich in mit der Musikrichtung nicht ganz warm werde aber als der erste Track anläuft kann ich aufatmen – Equal machen Metal mit Rockeinlüssen !

Dead Man Stalking

Dead Man Stalking eröffnet die Scheibe mit gitarrenlastigen 45sekunden bevor es richtig losgeht. Wobei richtig “los gehen” jetz übertrieben ist denn hier kommt das erste Problem auf mich zu. Hier wird eben eine Mischung aus älterem Metal und Rock gespielt. Sprich die Powerchords sind für mich bereits jetzt schon langweilig und dabei ist noch nicht mal der erste Song zu Ende. Das zweite Problem ist der Gesang – über die Eintönigkeit der röhrigen Vocals täuschen weder die kurzen Growls , Backvocals noch der geflüsterte Part ab 3:30. Ab hier wird auch das eh schon recht gemütliche Tempo nochmal deutlich langsamer.

I need you to kill me

I need you to kill me holt mein Interesse mit 4 bassigen Tönen am Anfang und einem flotteren Tempo wieder zurück. Es wird schneller , es groovt mehr – na also !
Der Song erscheint mir erstmal durchdachter auch wenn er nicht unbedingt vielseitiger daher kommt. Das Grundriff zieht sich durch den kompletten Song und ändert sich selbst im Refrain nicht wirklich.
Auch die Vocals verfolgen immer noch die selbe Eintönigkeit und wollen sich einfach nicht mit meinem Gehör anfreunden aber ich denke das ist Geschmackssache.

Crows

Crows der gleichnamige Song zur EP fängt wieder mit einem kurzen Gitarrenvorspiel an und ist wie zuvor deutlich flotter wie Dead Man Stalking. Und verdammt nochmal es gibt ein Gitarrensolo – gut jetzt auch nicht wirklich das tollste aaaaber besser als ein und dasselbe Gitarrenriff in minimalen Variationen dauerhaft zu hören. Der Part ab 1:50 mit “in the Sky , in the Sky” muss mir allerdings irgendwann mal erklärt werden – ich habe keine Ahnung was der in dem Song zu suchen hat , er nimmt das Tempo , er wirkt wie reingeschnitten und überhaupt -> das passt da einfach nicht hin. Das vorhin erwähnte Gitarrensolo kommt übrigens dann später nochmal wieder – zweistimmig – und plötzlich kommt das ursprüngliche Gitarrenriff auch viel besser zur Geltung. Das Ende von Crows gefällt !

Life’s overrated

Life’s overrated fängt an mit ? Genau einem Gitarrenvorspiel ! Vom Gesang her ist der Strophenteil eine Enttäuschung. Das groovt einfach nicht und liegt teilweise schon heftig neben dem Takt.
Und was soll denn dieses gehechelte “in the …” WAS ???  – Dann wird der Song plötzlich wieder langsam und fällt in langsame Powerchords zurück um mit verkorksten Übergang irgendwie wieder in diesen Strophenteil reinzukommen. Der Song ist für mich leider von vorn bis hinten overrated. Für uns definitiv der schwächste Track der Platte.

Omega revelation

Omega revelation gibt uns erstmal wieder ein Bassvorspiel bis ein ruhiger Gitarrenpart dazukommt. Mich stört das es nur 2 Chords sind die hier gespielt werden ansonsten ist der Ansatz ja eigentlich ganz cool.
Auch die Stimme überzeugt endlich mal mit etwas neuem und der Ausbruch in den Growl ist gelungen. Im Gegensatz zu Life’s overrated eine Steigerung um 100% und das will was heißen den bisher sind es immernoch nur 2 Chords seit Beginn des Songs die bisher nur in unterschiedlichen Anschlägen variiert wurden. Also im Gesamten einer der besseren Songs der EP auch wenn ich nicht ganz weiß was ich mit “Suck my Wife , Fuck the Kids” eigentlich anfangen soll .

Headed nowhere

Headed nowhere hat witzigerweiße mal wieder ein Bassvorspiel und fängt doch recht schleppend an. Auch die Vocals können mich hier anfangs nicht überzeugen. Bei 1:58 frage ich mich auch ein wenig was beim Schlagzeug da schief gegangen ist – die Snareschläge hauen hier für mich nicht wirklich hin. Der Song ist zwar nicht schlechter als Life’s overrated kann mich aber einfach nicht überzeugen. Auch vom Ende hätte ich mir mehr erwartet.

 FAZIT

Equal haben ein großes Problem bisher. Es gibt einfach kein “OHA”-Effekt auf der gesamten EP. Jeder Song beginnt mit einem Vorspiel und auch die immer wiederkehrenden Powerchords die zwar hier und da mal anders angeschlagen sind , werden einfach etwas schnell langweilig. Bereits der Opener “Dead Man Stalking” ist einfach zu träge wenn ich einen Hörer überzeugen möchte. Für eine Band die sich bereits 2008 gegründet hat fehlt mir einfach die nötige Raffinesse um eine bessere Bewertung zu geben. Aber jeder hat irgendwann angefangen und da sich die Band schließlich erst dieses Jahr entgültig “gefunden” hat kann man schon sagen das die EP sicher ein gutes Fundament bietet um weiter zu machen. Die neuen Songs etwas durchdachter , mehr Variationen in den Vocals, den richtigen Code auf die mitgeschickten Visitenkarten und es kann losgehen – die Ansätze sind jedenfalls da !

 

Weitere Infos

Bandinfo

Die Ursprüngliche Gründung der Band fand im Jahr 2008 statt…. dann ein bisschen hiervon ein bisschen davon und plötzlich: im November 2012 stand die aktuelle Formation! Seit Juli 2013 ist dann unser Sven zu uns gekommen.Nun sind wir wieder zu fünft unterwegs. Der Plattenvertrag bei Timezone Records steht, für 2013 sind viele Gigs geplant und wir freuen uns auf wilde Zeiten mit euch!

Stil? – Metal! \m/

Trackliste

1. dead man stalking
2. i need you to kill me
3. crows
4. life’s overrated
5. omega revelation
6. headed nowhere

Besetzung

Vocals - Harly
Guitar I / Backvocals - Neubi
Bass - Jan
Drums / Backvocals - Schivi

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