Disclaimer ~ Twist of Fate EP [Review]
Vocals81%
Instrumental75%
Production70%
Artwork 60%
Pro
  • gelungene Erst-EP
  • DIY
Contra
  • simples Design
  • viele Tempowechsel
72%Gesamtwertung
Leserwertung: (2 Votes)
73%

Artist: Disclaimer (2014) cover
EP: Twist Of Fate (2015)
Medium: CD / Download
Stil: Hardcore
Label: -
Spieldauer: ca 12:30min
Erschienen: 25. Januar 2015
Kaufen: [hier downloaden]

Disclaimer ist eine fünfköpfige Hardcore Band aus Breitungen (Südthüringen) , bestehend aus den 5 Jungs Mitch (Drums), Friedrich (Vocals), Alecks (Gitarre), Tobias (Bass) und Tim (Gitarre). Die EP, welche im Raven Mania Studio in Kassel aufgenommen, eingespielt und gemastert wurde, bekomme ich in einer simplen Plastikschutzhülle in meine Hände.

Das Artwork
Das Cover der EP ist direkt auf die CD gedruckt, wobei der Druck die ganze Scheibe deutlich aufwertet, da er mehr als gut umgesetzt wurde. Man sollte hier auch noch nicht all zu viel Kritik üben, da es die erste EP der Band ist und diese qualitativ meist eh etwas hinter professionellen Produktionen hinterher hinken. Das Cover selbst zeigt neben dem Bandnamen, sowie dem Namen der EP eine Unterführung, durch die 2 Jungs nebeneinander laufen. Das Bild auf dem Cover an sich vermittelt mir eine eher düstere Stimmung. Man man sollte hier wohl keine Texte über Sommer Sonne,Strand,und Sonnenschein erwarte – aber das war mir nach ihrer letzten Show beim arnstädter FTH eigentlich eh schon klar.

Ab in den Player
Was mir beim ersten mal hören aufgefallen ist, ist die unfassbar gute Qualität der Scheibe. Hut ab an das DIY Studio Raven Mania in Kassel. (An dieser Stelle eine kurze Info, die gesamte EP wurde innerhalb von 2,5 Studiotagen aufgenommen und gemastert.) Twist Of Fate lässt sich mit einer Gesamtlänge von 12 Minuten und 30 Sekunden mehr als angenehm durchhören.

Intro

IntroOkay! Kein Gerede um den heißen Brei die Jungs steigen direkt mit einem Part ein der sich mehr als gut für ein „Side to Side“ eignet und sich durch das ganze Intro zieht. Jeder der gerne auf Hardcore Shows ausrastet müsste jetzt schon, genau so wie ich, ein breites Grinsen im Gesicht haben.

Deathwish

DeathwishMit Beginn des Liedes fängt auch sofort der Gesang an, die 2 verschiedenen Riffs welche im Hintergrund gespielt werden, runden das ganze anfangs seeeeeehr gut ab. Dann Erfolgt ein Rhythmuswechsel der immer mehr zu einem „Two Step Part“ übergeht und auf jeden Fall Bock zum tanzen macht. Es folgt ein Part in dem man nur Bass und ein wenig“Schlagzeugakzente“ hört – Was mir aber jetzt schon auffällt ist, dass die Jungs noch so einige Tempowechsel in ihren Liedern haben werden, kann aber bereits vornweg sagen, diese sind gut gewählt! So wie zum Schluss des 2ten Titels der mit einem fetten“Moshpart“ausklingt.

Facing Reality

Facing RealityFUCK! Der Titel des Liedes “Facing Reality” und der dazu gehörige Text machen mehr als nur Bock zusammen mit Sänger Friedrich in das Micro zu schreien und einen ordentlichen Stagedive hinzulegen. Auch hier sind wie bereits festgestellt einige Tempowechsel zu verzeichnen, aber nie unangebracht wirken. “Fight without fear !“ sind die letzten Zeilen die sich am Ende immer wieder wiederholen und spätestens jetzt stapeln sich bei mir im Kopf die Leute vor der Bühne um sich den Titel und den Frust von der Seele zu schreien.

Break The Chains

Break The Chains - Ab geht die wilde Fahrt. So ungefähr kann man den Einstieg durch Bass und Schlagzeug in das Lied “Break The Chains” wohl am besten beschreiben. Das Lied ist mit seinen 1:29 Minuten eher kurz, beeindruckt mich aber dennoch und dass hauptsächlich durch die drückenden Lyrics. Es ist wie ein Weckruf, dass man sich aus dem Alltag befreien soll, um nicht in der Arbeit und dem Trott den wir Tag täglich erleben zu versinken. 

Born To Die feat. Dave (147 Crew)

Born To Die - Auch hier wieder ein sehr rasanter Drum-Einstieg, welcher nach kurzer Zeit von einem schnellen Gitarrenriff unterstützt wird.  Mit einem erneuten Tempowechsel setzt hier der Featurepart ein. Dieser wird von Dave  mit einer richtig fiesen Stimme gesungen und leitet zu einem fetten „Moshpart“ über. Das ganze endet in einem chilligen „Two Step“ , aber wer jetzt denkt das Song würde hier vorbei sein täuscht sich gewaltig. Ganz im Gegenteil! Die Jungs ballern noch einen richtig fetten „Mosh Part“ raus der dann unmissverständlich klar macht, was bei einer Show von Disclaimer vor der Bühne los ist.

Twist Of Fate feat. Mitch (Drums)

Twist Of Fate , auf gut Deutsch übersetzt „Schicksalswende“. Ich hoffe für mich selbst, dass die Jungs wenden sich niemals einen anderen Stil zu wenden, aber Spaß bei Seite ! Der Song geht wieder mit fetzigen Gitarrenriffs los und macht Bock auf mehr ! Das ganze erfolgt jedoch recht schleppend bis endlich ein schnellerer Part durch die Gitarre angekündigt wird. Es folgt ein Featurepart der im Studio von Drummer Mitch eingesungen wurde und definitv für Abwechslung sorgt. Jetzt heißt es nochmal alles geben und ausrasten! Mit dem am Ende kommenden „Moshpart“ sorgt man dann auch bei den letzten Bewegungsmuffeln für Schweißtropfen auf der Stirn.

FAZIT

Während ich die Review geschrieben habe ist mir persöhnlich aufgefallen, dass ich kaum negative Dinge gefunden habe. Das liegt daran das Disclaimer mit dieser EP mehr als nur ein Ausrufezeichen gesetzt haben! Ich hatte das Vergnügen die Jungs schon 3 mal live zu sehen und ich kann auch hier nur sagen das ich mehr als begeistert bin. Was bei den Jungs live vor der Bühne abgeht ist der absolute Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass die sie noch nicht so viele Shows gespielt haben, aber bereits die Bühne mit Größen wie Gone To Waste und All For Nothing teilen durften. Twist Of Fate ist für eine erste EP mehr als gelungen und die Jungs können ruhig Stolz auf sich sein. Jeder der die Chance hat sie live zusehen sollte diese unbedingt nutzen.

 

Weitere Infos

Bandinfo

Hardcore from South Thuringia (Germany)
Jean Michel / Drums
Alecks & Tim / Guitars
Tobias / Bass
Friedrich / Vocals

Trackliste

1. Intro
2. Deathwish
3. Facing Reality
4. Break The Chains
5. Born To Die
6. Twist Of Fate

Besetzung

Vocals - Friedrich
Guitar I - Alecks
Guitar II - Tim
Bass - Tobias
Drums - Mitch

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