As I Rise (Metalcore)

Über unsere Freunde von Tide and Anchor, bekamen wir Wind von As I Rise aus Münster und buchten die Typen spontan für eine Show. Kurz vor Beginn schnappten sich jene Hüpfseile und es ging froh und munter mit Dehnungsübungen los. Wir grübelten recht kurz was jetzt kommt und waren positiv überrascht was die 4 auf der Bühne ablieferten. Wer auf energiegeladene Shows mit Saltos Richtung Publikum ect. steht ist hier genau richtig. Heute stehen sie uns Rede und Antwort.

AS I RISE

INTERVIEW

Stellt euch mal der Leserschaft vor, seit wann gibt es euch und was waren eure Antriebe Musik zu machen?

“Uns gibt es seit August 2011 – live und auf Platte aber erst seit September 2012. Denn: Gut Ding will Weile haben! Die Sachen, wofür wir stehen, wollen wir schließlich nicht „halbgar“, sondern „voll und ganz“ präsentieren.
Was uns antreibt? Also, As I Rise verkörpert nicht nur unsere Musik und Ansichten, sondern auch unseren Umgang mit Fans und Mitmenschen.
Denn jeder, der zu unseren Shows kommt, uns online oder auf der Strasse anquatscht, ist Teil von As I Rise. AiR ist weniger eine Band aus Leuten, die nur auf der Bühne stehen und Musik machen, sondern vielmehr eine Community, bei der alle offen Gedanken und Emotionen teilen, die wir als Musiker versuchen auszudrücken. Wir möchten Leute begeistern, die mit uns gemeinsam Ideen austauschen, dabei den Mut und Drang haben, alles, was um uns herum falsch oder auch richtig läuft, herauszuschreien. Einfach nur näher an den Fans sein, mehr mit Menschen kommunizieren, mehr kennenlernen, zusammen feiern, Spaß haben und vielleicht sogar etwas verändern – das ist das, wonach wir streben.
Die Songs gibt es deshalb auch online für lau, den Merch für günstig und Specials gegen wenig. Für uns gibt es nichts Schöneres als Freunde, die mit uns live feiern, die Songs intensiv verstehen
und mitsingen, denn nichts anderes macht Musik aus als: Emotionen.
Wir freuen uns über jeden, der zu den Shows kommt oder so mit uns kommuniziert – macht mal!”

Wir durften euch selbst schon als Gäste begrüßen uns stufen euch als definitiv IRRE aber sympathisch ein. Gab es bei einer eurer Bühnenshow eigentlich schon mal Verletzte ?

“Haha, also verletzt hat sich bisher keiner… von den Gästen. Ich (Maze) habe allerdings die schmerzliche Begegnung mit Seans Headplate gemacht… hier also ein Ratschlag: Das Brustbein ist nicht so stabil wie man vielleicht denkt.
(Das Foto gibt’s auch auf unserer FB-Seite). Klar war das während des ersten Songs… Wie soll es auch anders sein – Aber ansonsten ist bisher alles gut gegangen und es kommt noch mehr an Live-Show hinzu – das wird also hoffentlich so bleiben.”

As I Rise - Young Blood - CDaktuelle EP – “Young Blood”

Eure EP Young Blood kam 2012 ans Licht der Welt. Wie war bis jetzt die Resonanz? Kam die EP komplett D.I.Y raus oder hattet ihr professionelle Hilfe?

“Die Resonanz war bisher durchweg positiv – zumindest die, die uns erreicht hat. Falls ihr aber die Resonanz unserer Recording-Qualität meint…Damit hat sich wohl auch die Frage nach der professionellen Hilfe erledigt…  (So, jetzt wollen wir aber wieder ernst werden!) Wir haben alles komplett selbst aufgenommen etc.  Das bisher positive Feedback erklärt sich vermutlich dadurch, dass auch jede einzelne CD DIY ist: Jedes Cover ist handgeschrieben (die Herstellungszeit war teils sehr …lebendig) und nummeriert etc. Wir wollen unser Herzblut nach außen tragen und das auch zeigen und das kommt genau da an, wo es soll – bei den Leuten, denen genau das Persönliche etwas bedeutet!”

Welche Botschaften verarbeitet ihr in euren Texten? Was wollt ihr mit As I Rise den Leuten mit auf den Weg geben?

“Wir wollen genau das vermeiden – „Sapere aude“, also den Menschen eine Interpretationsrichtung vorzugeben. Mit unseren Lyrics und unserer Musik können wir stets einen Teil unserer Gedanken festhalten; Ebenso heißt das, dass man stets wieder von neuen Perspektiven darauf blicken kann.  Rezeptionsfreiheit gewährt ebenfalls Gedankenfreiheit. Jeder Mensch, der unsere Texte liest, ist ein Individuum. Nehmt euch in eurem Leben auch mal einige Minuten Zeit für euch selber, tretet zurück vom chaotischen Alltag und gewährt euch Gedankenfreiheit. Seid nicht passiv und bleibt nicht im Trott des Alltags, sondern versucht auch mal über diese Umwelt und über die rasche Entwicklung dieser Welt nachzudenken, in der ihr euch befindet. Keine tote Akzeptanz, sondern das Leben als bewusstes und dynamisches Sein betrachten. Schaltet den Fernseher aus, lasst das Handy liegen und geht raus und unterhaltet euch mal, schaut euch um, informiert euch abseits von den Vorgaben der Medien und besudelt euch im Gedankenaustausch mit anderen und nicht im Gedankenexkrement von TV-Sendern und lustigen Meme-Seiten im Netz! Dies dahingestellt, lasse ich mir es jetzt dennoch nicht nehmen eine, mir persönlich sehr wichtige, Textzeile zu ziteren: „Stop cursing the dark and start laying fires“!”

Schlagzeugerin “Q” in Aktion (Photo: Sio Motion)

Ihr habt teils kritische Textansätze, wie seht ihr das derzeitige Weltgeschehen? Denkt ihr eine bessere Welt ist machbar?

“Wir drücken´s mal mit Ernst Bloch aus: Das Prinzip Hoffnung. Ich mag solche Fragen nicht in einem zweidimensionalen Medium zusammenfassen.
Jeder Mensch hat mehrere Dimensionen mit der seine Meinung verstärken kann. Und falls es noch keinem aufgefallen ist, wir reden viel und es wäre zu wenig Zeit und Platz hierfür!”

 

Wie steht es um eure lokale Szene, gibt es Freunde/Bands die ihr der Welt nahe bringen möchtet?  Wie sehen eure Zukunftspläne aus, wo geht die Reise hin?

“Die lokale Szene hier ist sehr schwierig einzuschätzen, einerseits gibt es so viele Möglichkeiten für Bands hier etwas zu realisieren, es gibt Show-Locations von klein bis überdimensioniert und genug Proberäume und Musikläden. Andererseits gibt es hier in Münster ein solches Überangebot an Konzerten in jeglicher Stilrichtung, das im Monat bestimmt 10-20 Headliner den Stop hier machen. Einerseits natürlich sehr schön manche dieser Bands oft sehen zu können, andererseits bleibt für lokale Bands, wenn sie nicht gerade als Support für einen Headliner dabei sind, kaum noch etwas vom Kuchen. Ich kann als lokale Band auf jeden Fall unsere Freunde von Malcolm Rivers www.facebook.com/MalcolmRivers empfehlen, auch eine komplette DIY-Band und super Jungs.”

 

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